Raumfahrtkonzern OHB SE weitet mit der Gründung der OHB Satellitenbetrieb GmbH seine Aktivitäten im Bereich Services aus

Bremen (ots) – Der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB SE weitet mit der Gründung der „OHB Satellitenbetrieb GmbH“ seine Aktivitäten im Bereich Services aus. Ziel des neuen Unternehmens ist es, die bisherigen zahlreichen Aktivitäten des Konzerns in diesem Bereich zu bündeln sowie sich beim Betrieb von Satelliten- und den zugehörigen Bodensystemen weiter zu spezialisieren. Schließlich wird die OHB Satellitenbetrieb GmbH auch das Management von Satellitenkonstellationen und die zugehörigen Services anbieten.

Ein erster Auftrag, der zum großen Teil von der neuen Gesellschaft abgearbeitet werden wird, ist der Weiterbetrieb des SAR-Lupe-Systems bis zum Jahr 2020. Dieses System wird von der OHB System AG, einem Tochterunternehmen der OHB SE, seit mehr als zehn Jahren im Auftrag der Bundeswehr betrieben. Dabei handelt es sich um fünf Radar-Satelliten und eine Bodenstation. Das Volumen des neuen Serviceauftrags (Laufzeit des Vertrages Ende 2017 bis Ende 2020) beträgt EUR 13 Mio.

„Diese Bündelung der Aktivitäten im Bereich Services wird auch für unsere Kunden in Bezug auf Kosten und Nutzen von Vorteil sein“, sagt Dennis Winkelmann, Geschäftsführer der OHB Satellitenbetrieb GmbH. „Mit der neuen Firma verfügen wir über ein stabiles wirtschaftliches Fundament, um die Aktivitäten von OHB im Bereich des Satellitenbetriebs weiterzuentwickeln.“

„Wir stellen eine steigende Nachfrage nach Gesamtsystemen und dem dazugehörigen Betrieb im Markt fest“, sagt Klaus Hofmann, Vorstandsmitglied der OHB SE und Geschäftsführer der OHB Satellitenbetrieb GmbH. „Wir sehen deshalb ein enormes Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren. Zusätzliche Möglichkeiten werden sich im Betrieb von Aufklärungssystemen oder auch im Bereich von Telekommunikations- und Navigationssystemen ergeben“, so Hofmann.

Die OHB Satellitenbetrieb GmbH stützt sich auf die mehr als zehnjährige Erfahrung der OHB System AG in diesem Geschäftsfeld. Die neue Firma kann auf diese Kompetenz zurückgreifen. „Der Austausch und die Erfahrung innerhalb des Konzerns werden nicht nur den Weg zu neuen Anwendungen weisen, sondern auch neue Identitäten schaffen“, sagt Hofmann. „Raumfahrt ist unsere Kernkompetenz im Bereich Systemgeschäft. Damit zusammenhängende Dienste und Anwendungen verschaffen uns aber eine größere Relevanz und transportieren die Nützlichkeit von Raumfahrt für die Allgemeinheit.“

Die Satellitenbetrieb GmbH ist im Jahr 2018 nach der Gründung der Blue Horizon Deutschland GmbH bereits die zweite neue Tochtergesellschaft im OHB-Konzern, die sich auf Geschäftsmodelle im Bereich Services konzentriert.

Pressekontakt:

Günther Hörbst
Leiter Unternehmenskommunikation

0421/2020-9438
0171/1931041
guenther.hoerbst@ohb.de

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Politische Häftlinge in KirgistanGefolterte Dissidenten im HungerstreikMenschenrechtler besorgt

Berlin (ots) – In Kirgistan nimmt der Hungerstreik von drei inhaftierten Dissidenten lebensbedrohliche Formen an. Außerdem leiden die politischen Häftlinge im Gefängnis des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit Kirgistans an den Folgen von Folter. Mit großer Sorge registrieren Menschenrechtler die Entwicklung des kleinen zentralasiatischen Landes.

Die Vertreterin des Komitees zum Schutz von politischen Häftlingen, Zulfiya Marat, übergab Journalisten einen Brief von drei Häftlingen, die im genannten Gefängnis einsitzen. Es handelt sich um Bektur Asanov, Kubanychbek Kadyrov und Ernest Karybekov. In dem Schreiben wird von Folterungen mit Elektroschocks an Fingern, Füßen und Geschlechtsorganen berichtet.

Außerdem befinden sich die Männer im Hungerstreik, deren Folgen ein besorgniserregendes und lebensbedrohliches Ausmaß angenommen haben. Ein Sprecher des kirgisischen Strafvollzugs teilte mit, dass die Häftlinge mittlerweile wenigstens Flüssigkeit aufnehmen, sich aber weiterhin weigern, Nahrung zu sich zu nehmen.

Die drei Männer wurden im März 2016 inhaftiert, nachdem ihnen ein manipuliertes Tonband zur Last gelegt worden war, auf dem ähnliche Stimmen zum Sturz der Regierung aufgerufen haben sollen. Diese Tonbänder sollen zuvor im Internet kursiert sein, um die Opposition zu erpressen. Wegen Verschwörung zum Staatsstreich wurden die Dissidenten für schuldig gefunden und zu hohen Haftstrafen verurteilt. Karybekov soll demnach 20 Jahre, Asanov und Kadyrov sollen je zwölf Jahre hinter Gitter bleiben.

Vor kurzem wurden diese Urteile bestätigt und die Häftlinge vom Gefängnis des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit in eine Strafkolonie nahe der Hauptstadt Bischkek verlegt.

Mit dem Hungerstreik wollen die Dissidenten die Wiederaufnahme ihres Verfahrens erreichen, außerdem verlangen sie den Rücktritt von Abdil Segizbae, dem Leiter des Gefängnisses.

Vor Wahlen werden immer wieder oppositionelle Kandidaten rechtzeitig von der politischen Bühne entfernt, bevor sie überhaupt antreten konnten, und landen nach umstrittenen Urteilssprüchen im Gefängnis.

Ferner kritisiert der soeben veröffentlichte Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über die Menschenrechtslage zum wiederholten Mal, dass in Kirgistan die Versammlungsfreiheit eingeschränkt ist.

Pressekontakt:

Malte Berger, Berliner Korrespondentenbüro
E-Mail: weiden@rg-rb.de
Tel. +49 30 2639 3328

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Diskriminierung im Netz: Soziale Plattformen zensieren Fotos von Schuppenflechte-Betroffenen“Bitte berühren“-Kampagne macht sich stark gegen Stigmatisierung

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Diskriminierung im Netz: Soziale Plattformen zensieren Fotos von Schuppenflechte-Betroffenen / „Bitte berühren“-Kampagne macht sich stark gegen Stigmatisierung. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/57738 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei…. mehr

Euskirchen (ots) – Das Kernziel der „Bitte berühren“-Kampagne ist es, gerade durch ästhetisch anmutende Bilder der Schuppenflechte auf die soziale Stigmatisierung der Betroffenen aufmerksam zu machen. Instagram und Facebook hatten laut Medienberichten Selfies von Schuppenflechte-Betroffenen eigenmächtig gelöscht.

„Insbesondere Menschen mit Schuppenflechte nutzen den geschützten Raum des ‚Social-Media-Kosmos‘, um sich über ihre Erkrankung mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die in den letzten Tagen häufig aufgetretene Zensur (Löschung) von Bildmaterial der Erkrankung stellt einen Rückschritt in der Entstigmatisierung von Betroffenen dar und spiegelt die traurige Realität der Betroffenen wieder“, so Dr. med. Ralph von Kiedrowski, Hautarzt und Vorstand des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD).

Die Begründung der prominenten Portale für die Zensur ist ein Spiegelbild jener Diskriminierung, der viele Betroffenen der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung immer wieder in verschiedenen Lebenssituationen ausgesetzt sind. So entsprächen die Bilder den besagten Plattformen zufolge nicht dem „Gemeinschaftsstandard“ und wurden von Mitgliedern der Community gemeldet.

Psoriasis ist eine häufig nur unzureichend oder auch falsch behandelte Erkrankung. Daher hat die Weltgesundheitsversammlung der WHO bereits 2014 alle Staaten der Erde aufgefordert, mehr für eine angemessene Therapie dieser Volkskrankheit zu tun . Diesen Beschluss hat der BVDD zum Anlass genommen und gemeinsam mit Partnern aus Selbsthilfeorganisationen und Industrie die „Bitte berühren“-Kampagne ins Leben gerufen.

Viel Unwissenheit über die Erkrankung: Was ist Schuppenflechte?

Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an der chronisch-entzündlichen, nicht ansteckenden Hauterkrankung. Typische Symptome sind rote, verdickte und schuppende Hautstellen sowie Juckreiz. Braucht eine gesunde Oberhaut normalerweise vier Wochen, um sich zu erneuern, so sind es bei Psoriasis drei bis vier Tage. Dieser beschleunigte Prozess verhindert, dass sich eine normale Hornschicht bildet. Die Mehrheit der Betroffenen erkrankt jung – bei drei von vier Betroffenen tauchen die ersten Symptome vor dem 40. Lebensjahr auf. Besonders viele Menschen erkranken schon als Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr.

Aufgrund ihrer vielfach erblichen Veranlagung ist die Erkrankung nicht heilbar. Mit modernen Therapien lässt sich die Krankheit jedoch häufig gut behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern – auch bei schweren Erkrankungsformen.

Die Kampagne „Bitte berühren – gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“

Die Kampagnenwebsite www.bitteberuehren.de unterstützt Betroffene mit einem umfangreichen Informationsangebot und hilfreichen Tipps. Unter der Rubrik „Im Dialog“ beantworten Hautärzte die anonymisierten Fragen von Betroffenen und deren Angehörigen. Auf der Webseite können sie auch über eine Hautarztsuche einen geeigneten Dermatologen in ihrer Nähe finden.

Gerne vermitteln wir Ihnen bzw. Ihrer Redaktion den Kontakt zu Patienten und Experten, die Ihnen für Interviews zur Verfügung stehen. Kontaktieren Sie uns unter: 069 / 401 254 666.

Über die Kampagne „Bitte berühren“

Die Kampagne „Bitte berühren – gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“ macht darauf aufmerksam, dass Betroffene körperlich und zugleich auch seelisch leiden: Ihre Mitmenschen gehen oft auf Distanz zu ihnen, sobald deutliche Hautveränderungen sichtbar werden. Andererseits werden Betroffene oft von Ängsten und Unsicherheiten gequält, ziehen sich zurück und erfahren deshalb häufig weniger Körperkontakt und Nähe als Hautgesunde. Die Kampagne hat zum Ziel, Betroffene zum Hautarztbesuch und zu einer modernen Therapie zu motivieren, um ihre Lebensqualität zu steigern und ihnen einen unbeschwerten Umgang mit Berührungen zu ermöglichen.

Die bundesweite Kampagne „Bitte berühren“ ist eine Aktion der Initiative „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“. Ihr gehören neben dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen die Deutsche Dermatologische Gesellschaft, das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), die regionalen Psoriasisnetze (PsoNet) und der Deutsche Psoriasis Bund an.

Unterstützt wird „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“ darüber hinaus von: AbbVie Deutschland GmbH, Almirall Hermal GmbH, Janssen-Cilag GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH, Pfizer Pharma GmbH.

Im Rahmen der Kampagne gibt es eine Website und viele weitere Aktivitäten. Weitere Infos unter www.bitteberuehren.de.

Pressekontakt:

Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V.
– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
Wolfgang Hardt
Tel: (0 22 51) 77 6 25 – 25
w.hardt@bvdd.de

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